Pflege lernen. Zukunft sichern.

 
 

Pflege wird in vielen Lebenssituationen benötigt – von der Versorgung von Frühgeborenen über die Begleitung von Menschen mit Erkrankungen oder Behinderungen bis hin zur Unterstützung im Alter. Daher werden in Deutschland immer mehr qualifizierte Pflegekräfte benötigt.

 

„Die Branche bietet ein Berufsfeld mit Perspektive: anspruchsvoll, abwechslungsreich und langfristig gefragt. Dennoch befindet sich die Versorgung in der Krise: Personal fehlt in nahezu allen Bereichen“, weiß bfz-Geschäftsführer Wolfgang Braun.

 

Differenzierte Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf können helfen, den Fachkräftemangel langfristig abzumildern. Gefragt sind kürzere Qualifizierungswege und Möglichkeiten, um qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland in Deutschland beschäftigen zu können. 

Drei Wege in ein Berufsfeld mit Zukunft

Die bfz-Pflegeschulen bieten mehrere Ausbildungsmöglichkeiten. Die Ausbildung zum*r Pflegefachmann*frau dauert drei Jahre, ist kostenfrei und europaweit anerkannt. Der generalistische Ansatz ermöglicht die Arbeit mit Menschen aller Altersstufen in unterschiedlichen Versorgungsbereichen – von Krankenhaus und Pflegeheim bis zur ambulanten Pflege, Kinderkrankenpflege und Psychiatrie.


„Einen deutlich schnelleren Berufseinstieg bietet die Ausbildung zum*r Pflegefachhelfer*in. Sie dauert nur ein Jahr und bereitet darauf vor, Pflegefachpersonen bei Behandlungen zu unterstützen. Dazu gehören die Ausführung grundlegender Pflegetätigkeiten wie Körperpflege, Mobilisation, Ernährung und Prophylaxen sowie die Beobachtung und Weitergabe von Veränderungen. Wer weitere Karrierechancen nutzen will, hat die Möglichkeit einer Ausbildungsverkürzung“, so Silke Schreiter-Taubenheim, Leiterin des Produktmanagements Fach-/Berufsfachschulen & Fachakademien der bfz.

 

Doch selbst wenn künftig wieder mehr Menschen eine Pflegeausbildung beginnen, wird das den Bedarf auf absehbare Zeit nicht decken. Prognosen zufolge steigt die Zahl pflegebedürftiger Menschen bis 2050 um mehr als ein Drittel. Gleichzeitig könnten bis 2035 mehr als 300.000 Pflegekräfte in der stationären Versorgung fehlen. Viele Einrichtungen sind deshalb schon heute auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.

 

„Damit diese in Deutschland in ihrem erlernten Beruf arbeiten dürfen, müssen sie eine sogenannte Kenntnis- oder Eignungsprüfung ablegen. Für die Anerkennung ist zudem ein Sprachniveau B2 erforderlich. Wir begleiten diese Menschen mit berufsbezogenen Sprachkursen und einem neuen Pilotprojekt: dem Vorbereitungslehrgang Berufsanerkennung Pflege“, erläutert Braun. Der Kurs unterstützt internationale Pflegekräfte dabei, sich gezielt auf das Anerkennungsverfahren vorzubereiten. Am ersten Durchgang (September 2025 bis Januar 2026) nahmen Pflegekräfte aus dem Kosovo, Brasilien, Indien und Namibia teil.

 
 

Der nächste Schritt zur Entlastung

Mit dem Pflegefachassistenzgesetz entsteht ab 1. Januar 2027 ein einheitliches bundesrechtliches Berufsprofil für die Pflegefachassistenz. Vorgesehen ist eine 18-monatige generalistische Ausbildung. Sie startet an allen zehn bfz-Berufsfachschulen für Pflegefachassistenz im September 2027.

Pflegebedarf in Deutschland

 
 

Zahlen und Fakten

+ 37 %

an pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bis 2050.

Pflegekräfte
könnten bis 2035 in der stationären Versorgung fehlen.

≈300.000

Die bfz-Pflegeschulen

 
 

Zahlen und Fakten

10

Berufsfachschulen für Pflege

Berufsfachschulen für Altenpflegehilfe

10

860

Schüler*innen in der Ausbildung zum*r Pflegefachmann*frau zum Ausbildungsstart 2025

Schüler*innen in der Ausbildung zum*r Pflegefachhelfer*in zum Ausbildungsstart 2025

300

204

Absolvent*innen zum*r Pflegefachmann*frau 2025

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