Verschiedene Entwicklungen prägen die Arbeitswelt der Zukunft. Der demografische Wandel verändert die Altersstruktur vieler Belegschaften: Wer in den Ruhestand geht, hinterlässt Lücken, die der Nachwuchs allein nicht füllen kann. Fachkräftemigration gewinnt dadurch stärker an Bedeutung. Menschen kommen aus vielen Ländern nach Deutschland und bringen Qualifikationen mit, auf die unser Arbeitsmarkt zunehmend angewiesen ist. Parallel schreiben Digitalisierung und künstliche Intelligenz viele Berufsfelder um – schneller, als noch vor wenigen Jahren vorstellbar.
Diese Trends treffen auf eine Arbeitswelt, die sich neu sortiert. Der Umgang mit psychischen Belastungen wird transparenter – ein Fortschritt, der Unternehmen zugleich vor neue Herausforderungen stellt. Die Art zu lernen und zu arbeiten verändert sich ebenfalls: Lernformate werden flexibler, Karrierewege verlaufen vielfältiger, und auch nach ihrem Renteneintritt möchten viele Menschen weiter arbeiten.
Die bbw-Gruppe greift diese Entwicklungen auf – von Deutschkursen für Fachkräfte in ihrem Heimatland über betriebliches Eingliederungsmanagement und neurologische Rehabilitation bis hin zu KI Schulungen für Beschäftigte.

Bayerische Unternehmen suchen Fachkräfte in der Elektro- und Fertigungstechnik. An einem College der Stiftung Menschen für Menschen (MFM) im äthiopischen Harar bereiten die bfz junge Absolvent*innen auf genau diese Jobs vor – mit Online-Deutschkursen, Schulungen zum Arbeiten und Leben in Deutschland sowie einem klaren Ziel: Berufseinstieg ab Sommer 2027 in Bayern.

Viele Arbeitgeber möchten internationale Fachkräfte einstellen – oft fehlt es ihnen aber an einer klaren Integrationsstrategie bei deren Eingliederung im beruflichen Alltag. Das Projekt „Vielfalt im Betrieb“ der faw in Schleswig-Holstein bildet dafür betriebsinterne „Culture Coaches“ aus. 140 Unternehmen nutzen das Angebot bereits.

Die Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen in der gfi-Einrichtung „Lichthof“ zeigt, wie medizinische Stabilisierung und berufliche Perspektive zusammenfinden können. Wer hier ankommt, braucht Raum, Struktur und Vertrauen. Es geht um die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben und in gesellschaftliche Teilhabe.
Persönliche Entwicklung und gelungene Teilhabe
Die Beruflichen Trainingszentren (BTZ) der faw und bfz begleiten an 24 Standorten Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen auf ihrem Weg in Ausbildung, Umschulung oder Arbeit – auch dann, wenn sie noch nie beruflich tätig waren oder nach einer Erkrankung neu beginnen müssen.
Unser Angebot richtet sich an Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene, die gesundheitliche Stabilität, Orientierung und eine realistische berufliche Perspektive entwickeln möchten. Dafür steht ein breites Portfolio bereit: Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Abklärung, Ausbildung, Umschulung und das Berufliche Training. Wie diese Unterstützung im Alltag wirkt, zeigt das Video mit Fallbeispielen aus dem Bereich Berufliches Training.

Die Neurologische Therapie RheinAhr (NTRA) begleitet seit 28 Jahren Menschen mit komplexen neurologischen Erkrankungen ambulant und interdisziplinär. Ziel ist, dass sie ihre Mobilität, Selbstständigkeit sowie Teilhabe im Alltag und Beruf möglichst umfassend zurückgewinnen.

Langzeiterkrankungen stellen Unternehmen und Beschäftigte vor Herausforderungen. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) hilft dabei, Wege zurück in den Arbeitsalltag zu finden. Es verbindet sensible Begleitung mit klaren Verfahren und zeigt, wie Prävention und Personalverantwortung zusammengehen.

Viele Menschen möchten auch nach dem Ende des Berufslebens aktiv bleiben und ihr Können weitergeben. Das Projekt „Talente in Rente“ vernetzt erfahrene Arbeitskräfte mit Unternehmen, die Unterstützung suchen.

Die „it akademie bayern“ hat sich in den vergangenen 25 Jahren zu einem Kompetenzzentrum für digitale Transformation entwickelt. Gemeinsam mit den Seminar- und Trainingsangeboten der bbw gGmbH unterstützt sie Unternehmen und Beschäftigte branchenübergreifend in den Feldern künstliche Intelligenz (KI), Industrie 4.0, Future Skills und Batterieproduktion.

Online-Umschulungen eröffnen neue Chancen – fordern die Teilnehmer*innen aber auch stark. „LOU!S – dein Weiterbilder“ verbindet digitales Lernen deshalb mit persönlicher Begleitung.